Michael Meyer zum Wischen

Zugänge zum RealenY - Revue für Psychoanalyse (1/2013)


102 Seiten (Printausgabe)

Erscheinungsjahr 2013


Das Reale ist für viele die am schwersten zu fassende Dimension der drei Register (Reales, Symbolisches und Imaginäres), die Jacques Lacan als konstituierende Strukturmomente des Subjekts begriff.
Das Reale finden wir von Beginn an im Werk Lacans, die Zugänge zu ihm variieren und verändern sich jedoch mit der weiteren Ausarbeitung seiner Theorie. Ist das Reale zu Beginn vor allem negativ bestimmt – als das, was dem Symbolischen und dem Imaginären entgeht – fasst er es später als das Unmögliche auf. Auch der materiale und materielle Aspekt des Realen wird von Lacan hervorgehoben und gewinnt in der Konzeptualisierung des Symptoms/Sinthomes großes Gewicht. Einige wichtige Bezüge des Realen gibt es zur Angst, zum Trauma und zum Körper. Für die Theorie der Psychose spielt es eine entscheidende Rolle.
Wir wollen uns in diesem Band verschiedenen Zugängen zum Realen widmen. Schriftsteller und Denker wie Samuel Be­ckett, Heinrich von Kleist oder Meister Eckhart konfrontieren uns in je eigener Weise mit der Lücke im Symbolischen, der Grenze des Repräsentierbaren und der Materialität der Sprache. In der Klinik der Psychose wie beim Auftauchen von Angst in der Kur können wir der Gewalt des Realen nicht ausweichen.
Auch die Ehrung unseres jüngst verstorbenen Beiratsmitglieds Jean Bollack berührt eine schmerzliche Erfahrung des Realen des Todes.

Die neueren Ausgaben der Zeitschrift »Y – Revue für Psychoanalyse« finden Sie online: https://www.ypsilon-psychoanalyse.de

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